Projekt "Dorfschell"



Bruschied, 10.06.2024/p.a.

Bruschied hat ein neues Ortsparlament

Information zur Ortsbürgermeister-/Gemeinderatswahl vom 09.06.24

Zum neuen Ortsbürgermeister wurde gewählt:

 

Patrick STEINA 

Ja-Stimmen: 128

Nein-Stimmen: 54

Enthaltung: 1

 

 

In den Gemeinderat Bruschied wurden gewählt:

 

Luisa Stein mit 100 Stimmen

Pascal Ninnig mit 100 Stimmen

Benjamin Behrendt mit 94 Stimmen

Sabrina Heck mit 93 Stimmen

Dr. Matthias Hermes mit 84 Stimmen

Björn Ottenbreit mit 79 Stimmen

Ingrid Ottenbreit mit 71 Stimmen

Wolfgang Messer mit 55 Stimmen.

 


Herzlichen Glückwunsch an ALLE und gutes Gelingen bei EURER zukünftigen Arbeit!


Bruschied, 25.05.2024/p.a.

Ländliche Idylle am Ortsrand

In unserem Ort – am nord-östlichen Ausgang des Dorfes - sorgt ein kleines landwirtschaftliches Projekt seit geraumer Zeit für Aufmerksamkeit und gelegentliches Staunen bei Groß und Klein.

Auf einer grünen Wiese sieht man einen alten ausgedienten Wohnwagen, der auf den ersten Blick fehl am Platz erscheinen mag. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass dieser ungewöhnliche Anblick einen ganz besonderen Zweck erfüllt: Er dient – entsprechend ausgestattet - als Hühnerstall. Das „Liebe Federvieh“, das hier wohnen darf, hat reichlich Platz und Auslauf zum Scharren oder Picken und kann die Freiheit genießen, sich im Grünen zu bewegen. Denn der Wohnwagen bietet ihnen auch ausreichend Schutz vor schlechter Witterung und vor umherstreunenden tierischen Räubern, wie z.B. dem Fuchs oder dem Marder. Manchmal hängt auch ein kleiner Korb mit Salat- und Grünfutterresten am Gartenzaun in der Nachbarschaft als gern genutzte „Zwischenmahlzeit“ für Hühner und Hahn.

Doch das ist nicht die einzige Attraktion dieses kleinen Paradieses. Direkt nebenan, auf einer weiteren Wiese, grasen drei Schafe friedlich vor sich hin. Die wolligen Vierbeiner sind nicht nur niedliche Bewohner, sondern auch fleißige Helfer bei der Landschaftspflege. Sie halten das Gras kurz und tragen somit dazu bei, die Wiese zu pflegen. Für die Schafe gibt es einen fahrbaren und recht komfortablen Unterschlupf, der ihnen bei Bedarf ausreichend Schutz bietet vor schlechtem Wetter oder auch vor starker Sonneneinstrahlung. 

Sowohl der Einsatz eines alten Wohnwagens als Hühnerstall als auch die Verwendung eines mobilen Unterstands für die Schafe sind clevere Lösungen. So haben die Tiere artgerechten Lebensraum und die vorher brach liegenden Flächen können gleichzeitig effektiv genutzt werden.

Mittlerweile hat sich die ländliche Idylle zu einer kleinen Besonderheit entwickelt. Denn so mancher Sparziergänger hält hier einfach inne und lässt sich von der tierischen Szenerie in den Bann ziehen. Denn auch in unserer Gemeinde, die früher einmal rein bäuerlich geprägt war, ist die Tierhaltung mittlerweile nicht mehr alltäglich.



Bruschied, 18.05.2024/p.a.

Bettina Dickes auf Radtour durch den Landkreis

Quelle: https://www.facebook.com/share/p/rh3GBHnS4KVfgtBx/ v.  18.05.2024
Bildmitte: Landrätin Bettina Dickes

Der heutige Tag ist nicht nur der offizielle Geburtstag unsers Landes Rheinland-Pfalz. An diesem 18. Mai unternahm auch die Landrätin des Landkreises Bad Kreuznach, Bettina Dickes, eine besondere Radtour, die sowohl sportliche Betätigung als auch politischen Austausch gewährleisteten. Die Politikerin nutzte den sonnigen Frühlingstag, um mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten und gleichzeitig die Schönheit unserer Region mit dem "Drahtesel" zu erleben.

Die Tour startete zunächst in Schneppenbach, unserem Nachbarort. Mit einer Gruppe Radfahrbegeisterten führte die erste Etappe nach Bruschied zum Backes in der Dorfmitte. Dort angekommen erwarteten die Teilnehmer eine wohltuende Pause mit frischem Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. In der gemütlichen Atmosphäre gab es Gelegenheit zum Austausch über lokale Themen und natürlich auch über die bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen am 9. Juni 2024.

Auch einige Bruschieder nutzten diese Gelegenheit, um Fragen zu stellen oder ihre Meinung zu aktuellen politischen Themen zu äußern. Die Landrätin zeigte sich offen und nahm sich Zeit für jedes Anliegen. Dann ging es weiter zur nächsten Station in Hennweiler.

Und so war die Radtour von Bettina Dickes auch mehr als nur eine sportliche Aktivität. Sie war ein Tag der Begegnungen und des Austauschs.


Bruschied, 02.05.2024/p.a.

Ein Neubeginn im Mai

Der Mai ist ein Monat des Aufbruchs – ein Monat der Erneuerung. Die Natur erwacht endgültig aus ihrem Winterschlaf, die Wiesen zeigen sich in sattem Grün und überall sprießen die ersten Blüten. Inmitten dieser frühlingshaften Idylle wird das Bild von Rebekka Ottenbreit zu einem besonderen Zeugnis des Lebens: Die Geburt eines kleinen Rindes.

Das Bild zeigt eine Highland-Kuh, die liebevoll ihr neu geborenes Kalb beschützt. Die Mutter, mit ihrem charakteristischen, zotteligen Fell und den beeindruckenden Hörnern, verkörpert die Ruhe und zugleich auch die Stärke dieser robusten Rasse. Das junge Kalb neben ihr ist noch etwas wackelig auf den Beinen. Es lehnt sich eng an die Mutter und blickt dennoch neugierig in die Welt hinaus. Highland-Rinder sind bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit. 

Ursprünglich aus den rauen Highlands Schottlands stammend, trotzen sie selbst den härtesten Wetterbedingungen. Doch im Mai, wenn die Temperaturen steigen und die Tage länger werden, bietet die Natur eine sanftere Umgebung für die Neugeborenen. Die weichen, frischen Gräser und das wärmer werdende Wetter schaffen ideale Bedingungen für das Wachstum und die Entwicklung der Tiere.

Die Geburt dieses Kalbes wirkt wie ein Symbol – ein Bild für Neubeginn und Hoffnung. Und irgendwie scheint es daran zu erinnern, dass trotz aller Herausforderungen des Lebens immer wieder Momente der Freude und des Neuanfangs entstehen. Das Bild von Rebekka Ottenbreit fängt genau diesen Moment ein und lässt seine Betrachter an der Magie des Frühlings teilhaben. 

Denn letztendlich zeigt die Aufnahme nicht nur den Neubeginn im Mai, sondern sie erinnert auch an die universelle Botschaft: Das Leben geht immer weiter, und jeder Tag bietet neue Chancen.



Bruschied, 30.04.2024/p.a.

Frühling traditionell begrüßt

Auch an diesem Tag wurde eine alte Tradition wieder lebendig. Das Maibaum-Aufstellen. Dieser Brauch, der seit Generationen in unserem Dorf gepflegt wird, markiert den Beginn des Frühlings und dient als Symbol für den Aufbruch der Natur und die damit verbundene Lebensfreude der Menschen.

Das „Ritual“ beginnt damit, dass eine Gruppe begeisterter Bruschieder sich aufmachten, um den perfekten Maibaum im Wald zu finden. Die Auswahl des Baumes ist natürlich von entscheidender Bedeutung, denn er soll nicht nur hoch und gerade sein, sondern auch genügend Äste besitzen, um später mit bunten Bändern und einem Kranz geschmückt zu werden. Die infrage kommende Birke wird sorgfältig ausgewählt und mit vereinten Kräften fachgerecht gefällt. Anschließend wird sie auf einen Wagen geladen, um sie ins Dorf transportieren zu können.

Auf dem Dorfplatz angekommen wird der Baum von vielen Händen gekonnt verziert. Bunte Bänder werden kunstvoll an den Ästen befestigt. Ein eigens gebundener Kranz aus Buchsbaumzweigen ist gekonnt  unterhalb der Baumkrone anzuhängen. Er wird ebenfalls mit Bändern geschmückt, die den Farben des Wappens unserer Ortsgemeinde nachempfunden sind. Diese Besonderheit und die gemeinsame Aktivität verleiht dem Maibaum in unserer Ortsmitte seine einzigartige und ganz persönliche Note.

Aber jetzt ist es Zeit für das eigentliche Highlight - das Aufstellen des Baumes. Es erfordert nämlich nicht nur Muskelkraft, sondern auch Geschicklichkeit und Koordination, aber vor allem Teamarbeit, um den Baum hochzuhieven und fest in seinem Stand zu verankern. Dann geht alles relativ schnell. Mit viel "man power" wird der Baum angehoben, und im nächsten Moment ist es auch schon vollbracht. Das ist der Augenblick, der alle mit Freude und Stolz erfüllt. Keine Frage, nun muss die Ankunft des Frühlings auch ausgiebig gefeiert werden. Denn es sind nur noch wenige Stunden bis der 1. Mai begrüßt werden kann.

Und so ist das gemeinschaftliche Aufstellen des Maibaums nicht einfach nur eine körperliche Herausforderung oder bloße Tradition. Er ist ein lebendiges Symbol für das jährlich wiederkehrende Leben und sein neues Wachstum. 

Ein besonderer Dank gilt daher all den fleißigen Helferinnen und Helfern, die dieses Ritual pflegen und die mit Kreativität und Tatkraft das Aufstellen des  Bruschieder Maibaums auch in diesem Jahr wieder ermöglicht haben.



Bruschied, 23.04.2024/p.a.

Ein Jugendheim für Bruschied

... nicht zu klein und nicht zu groß

Wer heute das herausgeputzte Gebäude durch die moderne Eingangstür betritt, dem öffnet sich ein gut ausgestatteter und großer Innenraum mit ansprechend zeitgemäßem Ambiente.

Das Anwesen, um das es hier geht, ist das Jugendheim, wie es Pfarrer Dickel in seinen Aufzeichnungen genannt hat. Mittlerweile ist es 94 Jahre alt. 1993 erfuhr es seine letzte größere Renovierung.

Dieses Gebäude verbirgt eine interessante Geschichte in seine alten Mauern. Es ist die besondere Historie seiner Entstehung.

Denn „nach der Neugründung des Jünglingvereins stellte sich in Bruschied die Notwendigkeit heraus, neuen Raum für die Pfarrvereine zu schaffen“. Eine bis dahin genutzte Räumlichkeit im Haus der Witwe Peter Wagner war zu klein geworden. Deshalb wurde die Idee zum Bau eines Jugendheimes geboren, das „allen Bedürfnissen entsprechen“ sollte. Gleichzeitig sollte es nicht zu klein und auch nicht zu groß sein, wie es Pfarrer Dickel beschrieb.

Die Hauptfrage bei diesem Vorhaben war die der Geldbeschaffung. Denn „es war keines vorhanden“. Auch der Kirchenvorstand zeigte sich nicht bereit, eine Anleihe zu zeichnen. Daher „entschloss sich der Pfarrer selbst die Kosten zu übernehmen“, so Dickel in seiner Chronik. Zunächst wurde eine Anleihe in Höhe von 3000 Reichsmark bei der Pax-Bank in Köln aufgenommen.

Des Weiteren beantragte man im April 1930 einen zusätzlichen Kredit von 5000 Reichsmarkt bei der Darlehnskasse Schneppenbach. Dieser musste allerdings mit 9% verzinst werden. Für diese Summe verbürgte sich der „Kirchenrechner Heinrich Staudt“. Damit war die erste Hürde genommen und man konnte mit dem Bau des Jugendheimes starten.

Der nächste Schritt war die Suche nach der Örtlichkeit, an der das Jugendheim seinen Platz finden sollte. Die Wahl fiel schließlich auf das Unterdorf - ein Bereich in der Nähe des Pfarrhauses. Doch es gab eine weitere Hürde, die zu nehmen war. Der eigentliche Platz, auf dem das Jugendheim errichtet werden sollte, gehörte unterschiedlichen Eigentümern. Insgesamt waren es 11 kleinteilige Parzellen - alle zwischen 17 und 55 Quadratmetern groß (!) – die für einen Gesamtbetrag von 279 Reichsmark gekauft werden konnten. Nun hatte das Grundstück endlich seine ausreichende Größe.

Der nächste Schritt war die Beschaffung des Baumaterials. Dies schien etwas "einfacher", denn die Steine für den Rohbau konnten aus dem Wald „oben über dem Kappesgarten“ genommen werden (das ist heute etwa das Gelände in der Nähe des alten Sportplatzes). Sie wurden anschließend von Johann Staudt bearbeitet, der „fast ganz alleine die Maurerarbeiten ausgeführte“. Nach Fertigstellung und Abnahme des Rohbaus könnte erreicht werden, dass man von der Rheinprovinz noch eine sogenannte Beihilfe über 1000 Reichsmark erhielt.

Nun ging es an den Innenausbau. Tatkräftige Unterstützung leistete hier der Kirchenrechner Heinrich Staudt, insbesondere bei der Herstellung des Fußbodens, dem Bau der Theaterbühne und auch durch die Anfertigung von Stühlen und Tischen für den „großen Saal“. Am 09.11.1930 war es dann soweit. Mit einem feierlichen Hochamt begann offiziell die ganztägige Einweihungsfeier. In einem mit Fahnen geschmückten Festzug begab man sich zum neuen Jugendheim. Als Ehrengäste waren erschienen: „Baron von Salis von Gemünden und Bürgermeister Dr. Giloi“, wie in der Chronik nachzulesen ist. Den ganzen Tag über wurde freudig gefeiert. Es gab Tanzvorführungen in Form von Reigen, man trug Gedichte vor und bot Gesangsdarbietungen im Quartett. Den besonderen Abschluss des Festtages bildete um 20.00 Uhr die allererste Theatervorführung auf der „neuen Bühne“, deren Kulisse „erst am Tage zuvor fertiggestellt worden war“. Man spielte das Volksstück „Am Brunnen vor dem Tore“.

Seither wurde das Pfarrheim – so der offizielle Name heute - u.a. vor allem in den 60iger Jahren des 20. Jahrhunderts für Theateraufführungen, Handarbeitsausstellungen, Adventsfeierlichkeiten, sowie später auch für Buchausstellungen, jährliche Pfarr- oder auch private Feste genutzt. 



Bruschied, 15.04.2024/p.a.

Sturm zerbricht Bäume

Sturmböen und Starkregen waren an diesem Abend die bestimmenden Wetterphänomene.

Gegen 18:30 Uhr musste die Feuerwehr auf der Landstraße (L 184) von Bruschied nach Schneppenbach - Ortsausgang Bruschied - große abgebrochene Äste von der Fahrbahn entfernen, die der Sturm von den Bäumen abgerissen hatte. 

Am Einsatz beteiligt waren die Freiwillige Feuerwehr Schneppenbach und Hennweiler.

Bildquelle: Sebastian Schmitt
Bildquelle: Sebastian Schmitt