Bruschied, 30.11.2019/p.a.

Baumschmücken

Einstand zum bevorstehenden Advent

Quelle: Bilder von Wolfgang Messer


Bruschied, 22.11.2019/p.a.

Paukenschlag aus Rom

Vatikan stoppt Bistumsreform

Im Moment überschlagen sich die Ereignisse um die Umstrukturierung im Bistum Trier. Nachdem Bischof Ackermann am 21.11.2019 das Dekret zur Umsetzung erlassen hatte (siehe Beitrag "Dorfschell" vom 21.11.2019), musste er dieses mit sofortiger Wirkung heute wieder zurücknehmen.

Hintergrund hierfür war wohl die Beschwerde der Priestergemeinschaft "Unio Apostolica", die eine Überprüfung des "Umstrukturierungsgesetzes" anmahnten und dies bei der Kleruskongregation in Rom darlegten. Was nun folgt, ist eine sog. Prüfung der Rechtmäßigkeit. Diese Prüfung wird vom "Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte" (Pontificium Consilium de Legum Textibus) durchgeführt. Das Gremium ist - neben anderen Aufgaben - auch zuständig für die Gesetzesauslegung. Bis dies geschehen ist wird das Umsetzungsgesetz gestoppt und damit zunächst auch alle damit verbundenen Wahlen zu den neu zu installierenden Gremien vor Ort. Niemand vermag zu sagen, wann eine solche Rechtmäßigkeitsprüfung abgeschlossen sein wird. Es ist mehr als fraglich, ob das Datum 01.01.2020 zu halten sein wird.

Nachfolgend das Dekret zur Aussetzung des Vollzuges des Umsetzungsgesetzes.



Bruschied, 21.11.2019/p.a.

Bistum Trier strukturiert um

Pfarrgemeinde Bruschied wird per Dekret aufgelöst

Nun ist es schriftlich. Mit einem Schreiben vom heutigen Tage teilt Bischof Ackermann per Dekret dem Pfarrgemeinderat und der Vermögensverwaltung der Pfarrei Bruschied mit, dass deren Aufhebung bevorsteht.

 

Hintergrund ist ein synodaler Beschluss im Bistum Trier (2013 bis 2016) in dem eine Neustrukturierung des gesamten Bistums durchgeführt werden soll. Dazu wurde ein eigenes Gesetz geschaffen, das die Ergebnisse dieser Diözesansynode umsetzen soll.

 

Wesentliche Eckpunkte sind dabei der räumliche Zuschnitt der neu zu bildenden 35 Großpfarreien, deren Vermögensverwaltung sowie die Ausgestaltung und Zusammensetzung der jeweiligen Gremien. Für unseren Bereich soll eine Großpfarrei Idar-Oberstein entstehen.

Im Vorfeld zur geplanten Umsetzung (ab dem 01.01.2020) wurden sogenannte Anhörungen durchgeführt. Bereits im Mai 2019 haben der Pfarrgemeinderat und der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde Bruschied eine eigene und schriftliche Stellungnahme dazu abgegeben. Im Tenor lässt sich sagen, dass man sich deutlich gegen eine Umstrukturierung ausgesprochen hat.
Was sieht nun dieses bischöfliche Dekret eigentlich vor? Hier ein Auszug aus dem Schriftstück:

 

 In Artikel 1 werden die verschiedenen Pfarreien (z.B. Bundenbach, Kirn, Oberhausen, Bruschied oder auch Rhaunen u. a.) aufgehoben und zusammengefasst. Es entsteht eine neue Pfarrei, nämlich Idar-Oberstein. Die Pfarrkirchen der bisherigen Pfarreien verlieren ihren Rang als Pfarrkirche (Artikel 3). Das bedeutet auch: "Die Pfarrei Idar-Oberstein legt …fest, an welchen Orten und zu welchen Zeiten die Sakramente gefeiert werden" (Artikel 4).

 

Was mit dem Vermögen geschieht, dies regelt Artikel 6 des Erlasses. Dort heißt es: „Mit der Aufhebung der bisherigen Kirchengemeinden geht deren gesamtes Vermögen …im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die katholische Kirchengemeinde Idar-Oberstein über…“.

Von hier aus findet dann auch die Verwaltung statt. Dies geschieht in zwei Kammern, nämlich der Pastoral- und der Vermögenskammer. Aus dem gesamten Gebiet der Großpfarrei Idar-Oberstein werden von den Gläubigen 20 Personen in die Pastoralkammer und 10 Personen in die Vermögenskammer gewählt. Diese Wahl soll am 24.11.2019 in Idar-Oberstein stattfinden. Aus den bisherigen Gremien der Bruschieder Pfarrgemeinde sind Julian Weirich für die Pastoralkammer und Waldemar Staudt für die Vermögenskammer vorgeschlagen.

 



Bruschied, 17.11.2019/p.a.

Volkstrauertag 2019

Gedenktag mit bewegter Geschichte

Am Volkstrauertag wird der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Bundesweit finden Gedenkstunden und Kranzniederlegungen statt. Dieser Tag ist ein staatlicher Gedenktag und findet regelmäßig zwei Sonntage vor dem ersten Advent statt. Auch in unserer Ortsgemeinde wurde heute, um 10:45h, am Friedhof, all derer gedacht, die durch Krieg und Gewalt ihr Leben lassen mussten. Ortsbürgermeister Thomas Engbarth legte – stellvertretend für die Ortsgemeinde – hierzu einen Kranz nieder.

Doch was hat es eigentlich mit diesem besonderen Tag auf sich, der ja keinen kirchlichen Urspung hat?

Er reicht bis ins Jahr 1919 zurück. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat ihn vor hundert Jahren als Gedenktag vorgeschlagen, um an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges zu erinnern.

1926 wurde dann entschieden, den Volkstrauertag regelmäßig am fünften Sonntag vor Ostern im gesamten Deutschen Reich zu begehen. Dies blieb so bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten. Diese bestimmten durch Gesetz, dass der Tag ein Staatsfeiertag sein solle und als „Heldengedenktag“ bezeichnet wurde. Ab sofort stand nur noch die Verehrung der Helden im Vordergrund. Als äußeres Zeichen setzte man die Flaggen nicht mehr auf Halbmast sondern auf Vollstock. Der Tag selbst wurde per persönlichem Erlass von Adolf Hitler auf den 16. März festgesetzt.

 

Das war der Tag der allgemeinen Wiedereinführung der Wehrpflicht seit Ende des 1. Weltkrieges. Nach dem 2. Weltkrieg und ab 1952 verlegte man den Gedenktag auf den 2. Sonntag vor dem ersten Advent. Fortan gedachte man der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Die Nationalflagge wird wieder auf Halbmast gesetzt.

Die Niederlegung eines Kranzes ist dabei ein Symbol für Ewigkeit, also: kein Anfang und kein Ende. Die Farbe „Grün“ erinnert an Hoffnung und an immer wiederkehrendes Leben.

 



Bruschied, 09.11.2019/p.a.

St. Martin 2019

... im 30. Jahr engagiert dabei !

Natürlich ist die St. Martin-Feier im Jahreskalender unserer Ortsgemeinde ein festes Datum. Erinnert sie doch in all ihrer Ausprägung an tiefe Grundüberzeugungen im menschlichen Miteinander. Da wird das Licht in Form von Laternen durch die Dunkelheit im Dorf getragen. So erhellt es den Weg und gibt Orientierung. Man singt und zeigt damit seine Freude. Freude über die Botschaft, die Martinus, der Hauptmann des römischen Heeres und Leibwächter von Kaiser Constantin II., bereits im 4.Jhd. nach Christus hinterließ, nämlich: "Hilf dort, wo die Not groß ist und teile sie". 
Und so bewegt sich der Umzug weiter bis er schließlich das Gemeindehaus erreicht - gut abgesichert durch die Freiwillige Feuerwehr Schneppenbach und unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Bundenbach. Das Martinsfeuer brennt bereits, und man kann sich bei Ankunft erst einmal aufwärmen. 
Dann gibt es die ersehnten Weckmänner für die Kinder, Würstchen mit Weck sowie Kinderpunsch und natürlich auch Glühwein. Für alle ist etwas dabei. 
Auch dieser Teil des Martinsfestes geht auf das Mittelalter zurück. An diesem Tag waren die Abgaben (der Zehnte) zu entrichten.  Oft tat man dies in Form von Naturalien, weil das Geld für die Steuer nicht vorhanden war. 

Und heute? Am heutigen Tag gibt es einen Jahrestag, der sich ganz im Stillen ereignet. Yvonne Gehrmann (im Bild rechts) hat mit ihrem Pferd "Shadow" zum 30. Mal am St.- Martin-Umzug teilgenommen.

Aber ja - auch dies ist ein Teilen, nämlich ein Teilen seiner eigenen Zeit mit und für die Anderen.
Für dieses beispielhafte Engagement gilt es ein dickes Dankeschön zu sagen.



Bruschied, 07.11.2019/p.a.

Kaffee-KLatsch

... mehr als nur Kaffee und Kuchen

Heute war es wieder so weit. Der monatliche Kaffee-Klatsch im Gemeindehaus ist mittlerweile zu einem festen Datum geworden.
Natürlich gibt es bei einem "Kaffee-Klatsch" das beliebte braune Getränk und auch schmackhafte selbst gebackene Kuchen. 
Der oval-runde Tisch ist voll besetzt und ideal geeignet die neuesten "Neuigkeiten" auszutauschen. Kaffee-Klatsch eben. 
Doch da ist noch etwas. Plötzlich werden - wie auf eine geheime Absprache hin - bunte Karten ausgeteilt. Karten, die mit allerlei Zahlenkolonnen beschrieben sind. Dazu kommen kleine rote Punkte. 
Die Fragezeichen in meinen Augen müssen wohl ziemlich groß gewesen sein. Denn man erklärt mir bereitwillig: "Mitmachen kann jeder, auch wenn er es noch nie gespielt hat, und mit den roten Punkten musst Du nur die Zahlen auf Deiner Karte abdecken, wenn sie aufgerufen werden".
Und schon geht es los. Alle am Tisch sind plötzlich voll konzentriert und passen sich der wechselnden Geschwindigkeit an, mit der die unterschiedlichen Zahlenwerte in langen Reihen in die Runde gerufen werden.

Schließlich geht es darum als Erste(r) eine komplette Ziffernreihe zu erreichen und dies dann in die Runde hinein zu rufen.

So kommt es auch. Das erste schnelle "BINGO" durchquert den Raum, während meine Karte nur ein wüstes Durcheinander zeigt. Ich denke so bei mir: faszinierend, diese Geschwindigkeit, die schnelle Auffassungsgabe und zeitgenaue Reaktionsfähigkeit, die unmerklich mit diesem Spiel verbunden sein kann. 

Und während das nächste Spiel schon wieder startet, stelle ich für mich fest: Kaffee-Klatsch trainiert auf spielerische Art und Weise auch unsere kognitiven Fähigkeiten. Bingo! 

 

Schade, dass der nächste Kaffee-Klatsch erst wieder im Januar stattfindet.

Bild-Quelle: Dirk Engbarth
Bild-Quelle: Dirk Engbarth