Projekt "Dorfschell"



Bruschied, 02.05.2024/p.a.

Ein Neubeginn im Mai

Der Mai ist ein Monat des Aufbruchs – ein Monat der Erneuerung. Die Natur erwacht endgültig aus ihrem Winterschlaf, die Wiesen zeigen sich in sattem Grün und überall sprießen die ersten Blüten. Inmitten dieser frühlingshaften Idylle wird das Bild von Rebekka Ottenbreit zu einem besonderen Zeugnis des Lebens: Die Geburt eines kleinen Rindes.

Das Bild zeigt eine Highland-Kuh, die liebevoll ihr neu geborenes Kalb beschützt. Die Mutter, mit ihrem charakteristischen, zotteligen Fell und den beeindruckenden Hörnern, verkörpert die Ruhe und zugleich auch die Stärke dieser robusten Rasse. Das junge Kalb neben ihr ist noch etwas wackelig auf den Beinen. Es lehnt sich eng an die Mutter und blick dennoch neugierig in die Welt hinaus. Highland-Rinder sind bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit. 

Ursprünglich aus den rauen Highlands Schottlands stammend, trotzen sie selbst den härtesten Wetterbedingungen. Doch im Mai, wenn die Temperaturen steigen und die Tage länger werden, bietet die Natur eine sanftere Umgebung für die Neugeborenen. Die weichen, frischen Gräser und das wärmer werdende Wetter schaffen ideale Bedingungen für das Wachstum und die Entwicklung der Tiere.

Die Geburt dieses Kalbes wirkt wie ein Symbol – ein Bild für Neubeginn und Hoffnung. Und irgendwie scheint es daran zu erinnern, dass trotz aller Herausforderungen des Lebens immer wieder Momente der Freude und des Neuanfangs entstehen. Das Bild von Rebekka Ottenbreit fängt genau diesen Moment ein und lässt seine Betrachter an der Magie des Frühlings teilhaben. 

Denn letztendlich zeigt die Aufnahme nicht nur den Neubeginn im Mai, sondern sie erinnert auch an die universelle Botschaft: Das Leben geht immer weiter, und jeder Tag bietet neue Chancen.



Bruschied, 30.04.2024/p.a.

Frühling traditionell begrüßt

Auch an diesem Tag wurde eine alte Tradition wieder lebendig. Das Maibaum-Aufstellen. Dieser Brauch, der seit Generationen in unserem Dorf gepflegt wird, markiert den Beginn des Frühlings und dient als Symbol für den Aufbruch der Natur und die damit verbundene Lebensfreude der Menschen.

Das „Ritual“ beginnt damit, dass eine Gruppe begeisterter Bruschieder sich aufmachten, um den perfekten Maibaum im Wald zu finden. Die Auswahl des Baumes ist natürlich von entscheidender Bedeutung, denn er soll nicht nur hoch und gerade sein, sondern auch genügend Äste besitzen, um später mit bunten Bändern und einem Kranz geschmückt zu werden. Die infrage kommende Birke wird sorgfältig ausgewählt und mit vereinten Kräften fachgerecht gefällt. Anschließend wird sie auf einen Wagen geladen, um sie ins Dorf transportieren zu können.

Auf dem Dorfplatz angekommen wird der Baum von vielen Händen gekonnt verziert. Bunte Bänder werden kunstvoll an den Ästen befestigt. Ein eigens gebundener Kranz aus Buchsbaumzweigen ist gekonnt  unterhalb der Baumkrone anzuhängen. Er wird ebenfalls mit Bändern geschmückt, die den Farben des Wappens unserer Ortsgemeinde nachempfunden sind. Diese Besonderheit und die gemeinsame Aktivität verleiht dem Maibaum in unserer Ortsmitte seine einzigartige und ganz persönliche Note.

Aber jetzt ist es Zeit für das eigentliche Highlight - das Aufstellen des Baumes. Es erfordert nämlich nicht nur Muskelkraft, sondern auch Geschicklichkeit und Koordination, aber vor allem Teamarbeit, um den Baum hochzuhieven und fest in seinem Stand zu verankern. Dann geht alles relativ schnell. Mit viel "man power" wird der Baum angehoben, und im nächsten Moment ist es auch schon vollbracht. Das ist der Augenblick, der alle mit Freude und Stolz erfüllt. Keine Frage, nun muss die Ankunft des Frühlings auch ausgiebig gefeiert werden. Denn es sind nur noch wenige Stunden bis der 1. Mai begrüßt werden kann.

Und so ist das gemeinschaftliche Aufstellen des Maibaums nicht einfach nur eine körperliche Herausforderung oder bloße Tradition. Er ist ein lebendiges Symbol für das jährlich wiederkehrende Leben und sein neues Wachstum. 

Ein besonderer Dank gilt daher all den fleißigen Helferinnen und Helfern, die dieses Ritual pflegen und die mit Kreativität und Tatkraft das Aufstellen des  Bruschieder Maibaums auch in diesem Jahr wieder ermöglicht haben.



Bruschied, 23.04.2024/p.a.

Ein Jugendheim für Bruschied

... nicht zu klein und nicht zu groß

Wer heute das herausgeputzte Gebäude durch die moderne Eingangstür betritt, dem öffnet sich ein gut ausgestatteter und großer Innenraum mit ansprechend zeitgemäßem Ambiente.

Das Anwesen, um das es hier geht, ist das Jugendheim, wie es Pfarrer Dickel in seinen Aufzeichnungen genannt hat. Mittlerweile ist es 94 Jahre alt. 1993 erfuhr es seine letzte größere Renovierung.

Dieses Gebäude verbirgt eine interessante Geschichte in seine alten Mauern. Es ist die besondere Historie seiner Entstehung.

Denn „nach der Neugründung des Jünglingvereins stellte sich in Bruschied die Notwendigkeit heraus, neuen Raum für die Pfarrvereine zu schaffen“. Eine bis dahin genutzte Räumlichkeit im Haus der Witwe Peter Wagner war zu klein geworden. Deshalb wurde die Idee zum Bau eines Jugendheimes geboren, das „allen Bedürfnissen entsprechen“ sollte. Gleichzeitig sollte es nicht zu klein und auch nicht zu groß sein, wie es Pfarrer Dickel beschrieb.

Die Hauptfrage bei diesem Vorhaben war die der Geldbeschaffung. Denn „es war keines vorhanden“. Auch der Kirchenvorstand zeigte sich nicht bereit, eine Anleihe zu zeichnen. Daher „entschloss sich der Pfarrer selbst die Kosten zu übernehmen“, so Dickel in seiner Chronik. Zunächst wurde eine Anleihe in Höhe von 3000 Reichsmark bei der Pax-Bank in Köln aufgenommen.

Des Weiteren beantragte man im April 1930 einen zusätzlichen Kredit von 5000 Reichsmarkt bei der Darlehnskasse Schneppenbach. Dieser musste allerdings mit 9% verzinst werden. Für diese Summe verbürgte sich der „Kirchenrechner Heinrich Staudt“. Damit war die erste Hürde genommen und man konnte mit dem Bau des Jugendheimes starten.

Der nächste Schritt war die Suche nach der Örtlichkeit, an der das Jugendheim seinen Platz finden sollte. Die Wahl fiel schließlich auf das Unterdorf - ein Bereich in der Nähe des Pfarrhauses. Doch es gab eine weitere Hürde, die zu nehmen war. Der eigentliche Platz, auf dem das Jugendheim errichtet werden sollte, gehörte unterschiedlichen Eigentümern. Insgesamt waren es 11 kleinteilige Parzellen - alle zwischen 17 und 55 Quadratmetern groß (!) – die für einen Gesamtbetrag von 279 Reichsmark gekauft werden konnten. Nun hatte das Grundstück endlich seine ausreichende Größe.

Der nächste Schritt war die Beschaffung des Baumaterials. Dies schien etwas "einfacher", denn die Steine für den Rohbau konnten aus dem Wald „oben über dem Kappesgarten“ genommen werden (das ist heute etwa das Gelände in der Nähe des alten Sportplatzes). Sie wurden anschließend von Johann Staudt bearbeitet, der „fast ganz alleine die Maurerarbeiten ausgeführte“. Nach Fertigstellung und Abnahme des Rohbaus könnte erreicht werden, dass man von der Rheinprovinz noch eine sogenannte Beihilfe über 1000 Reichsmark erhielt.

Nun ging es an den Innenausbau. Tatkräftige Unterstützung leistete hier der Kirchenrechner Heinrich Staudt, insbesondere bei der Herstellung des Fußbodens, dem Bau der Theaterbühne und auch durch die Anfertigung von Stühlen und Tischen für den „großen Saal“. Am 09.11.1930 war es dann soweit. Mit einem feierlichen Hochamt begann offiziell die ganztägige Einweihungsfeier. In einem mit Fahnen geschmückten Festzug begab man sich zum neuen Jugendheim. Als Ehrengäste waren erschienen: „Baron von Salis von Gemünden und Bürgermeister Dr. Giloi“, wie in der Chronik nachzulesen ist. Den ganzen Tag über wurde freudig gefeiert. Es gab Tanzvorführungen in Form von Reigen, man trug Gedichte vor und bot Gesangsdarbietungen im Quartett. Den besonderen Abschluss des Festtages bildete um 20.00 Uhr die allererste Theatervorführung auf der „neuen Bühne“, deren Kulisse „erst am Tage zuvor fertiggestellt worden war“. Man spielte das Volksstück „Am Brunnen vor dem Tore“.

Seither wurde das Pfarrheim – so der offizielle Name heute - u.a. vor allem in den 60iger Jahren des 20. Jahrhunderts für Theateraufführungen, Handarbeitsausstellungen, Adventsfeierlichkeiten, sowie später auch für Buchausstellungen, jährliche Pfarr- oder auch private Feste genutzt. 



Bruschied, 15.04.2024/p.a.

Sturm zerbricht Bäume

Sturmböen und Starkregen waren an diesem Abend die bestimmenden Wetterphänomene.

Gegen 18:30 Uhr musste die Feuerwehr auf der Landstraße (L 184) von Bruschied nach Schneppenbach - Ortsausgang Bruschied - große abgebrochene Äste von der Fahrbahn entfernen, die der Sturm von den Bäumen abgerissen hatte. 

Am Einsatz beteiligt waren die Freiwillige Feuerwehr Schneppenbach und Hennweiler.

Bildquelle: Sebastian Schmitt
Bildquelle: Sebastian Schmitt


Hahnenbach/Bruschied, 10.04.2024/p.a.

"Das muss geändert werden...

... spätestens bis zu den Wahlen!"

Wer bereits die Info-Veranstaltung der Verbandsgemeinde Kirner Land in Sachen Wasser- und Abwasserbescheide besuchen konnte, der hatte am heutigen Abend, dem 10.04.2024, die Gelegenheit in Hahnenbach einen wirklich informativen und erhellenden Vortrag der BI (Bürgerinitiative) Limbachtal zu hören. Ortsbürgermeister und Gemeinderat Hahnenbach hatten dazu eingeladen. Chapeau!

Nebenbei bemerkt: Eine solche Veranstaltung würde auch für Bruschied ein MEHR an Informationen bedeutet haben. Doch die Vertreter der Initiative kommen nur auf Einladung durch Gemeinderat und Ortsbürgermeister. Sei´s drum.

Der Vortrag der BI begann mit einem fundierten aber auch unumgänglichen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Wasserversorgung im Kirner Land und folgerichtig mitten hinein in die Problematik einer nicht mehr nachhaltig durchgeführten  Grundwasserentnahme, die bereits dazu führte, dass ein Bachlauf in der Ortsgemeinde Limbach zeitweise trocken fiel, so die BI. Die Frage, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, einerseits kostbares Wasser zu sparen und andererseits ein deutlich gerechteres Bezahlsystem einzuführen als das Jetzige, durchzog die gesamten Ausführungen. An einer Gegenüberstellung eines gebührenbasierten Systems zu einem reinen System, das auf wiederkehrenden Beiträgen beruht, wurden die unterschiedlichen Standpunkte deutlich sichtbar. Gerade die bisher bei den Bürgern strittigen Punkte in der jetzigen Abrechnung traten klar und nachvollziehbar zutage. Ob es die Einführung des neuen und überaus strittigen WKB Schmutzwasser ist, ob es die Anrechnung von unbebauten Flächen ist, ob es die allgemeine Verständlichkeit der Bescheide ist, oder gar die Rechtssicherheit der Satzung selbst ist - usw. Bei all diesen Punkten bewegt man sich innerhalb der momentanen Satzung, die an wiederkehrenden Beiträgen ausgerichtet ist. Man konnte den Eindruck haben, dass genau durch diese Punkte die Bescheide unüberschaubar und nicht nachvollziehbar erscheinen.

Doch nun kam eine weitere Gegenüberstellung  zwischen der Stadt Kirn und den Landgemeinden die Zahlungsmodalitäten betreffend. Im Saal machte sich augenblicklich eine fast schon greifbare Betroffenheit breit. Vor allem wegen der sichtbar eklatanten Unterschiede. Dies hinterließ den Eindruck einer groben Ungerechtigkeit, weil "die Bürger auf dem Land deutlich mehr zu zahlen haben" wie zu sehen war. Spätestens an diesem Punkt konnte man das Gefühl haben, dass all das, was unsere Verbandsgemeinderatsmitglieder so einstimmig beschlossen haben, nicht "so ganz überzeugend wirkt" - um es gelinde auszudrücken. Ist es denn wirklich niemand aufgefallen, dass die Grundstücke in den vorwiegend ländlichen Gemeinden im Durchschnitt größer sein könnten als die in einer Stadt und man daher auch mehr zu zahlen habe, wenn diese Art zur Berechnung der wiederkehrenden Beiträge umgesetzt wird?

 

 

Das wirklich Frustrierende dabei ist, dass sich auch dann nichts am System (WKB) ändert, wenn man hingeht und den Menschen bei den Infoveranstaltungen verspricht, voraussichtlich das Eine oder das Andere abzumildern oder gar die Spitzenbelastungen in den Bescheiden eventuell zu kappen. Spätestens hier war es deutlich zu erkennen: Eine allgemein und für alle gleich geltende und nachvollziehbare Regelung dürfte anders aussehen. Hält man nämlich daran fest, so zementiert dies lediglich die momentan vorhandene Situation zwischen den zahlenden Bürgern, ihren gewählten Vertretern in den Räten und der Verwaltung. Der Zwischenruf einer Person im Saal hat diese Stimmung auf den Punkt gebracht: "Das muss komplett geändert werden - am besten noch vor den kommenden Wahlen".

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir brauchen eine gerechtere Kostenverteilung auf der Basis einer nachvollziehbaren betriebswirtschaftlichen(!!!) Bemessungsgrundlage wie sie z.B. eine Kosten-/Leistungsrechnung bieten könnte. Die Vorteile lägen auf der Hand: Mehr Transparenz und Akzeptanz bei den Bescheiden, eine risikoärmere Entscheidungsfindung bei zukünftigen Investitionen, größere Objektivität bei Vergleichen mit anderen inhaltlichen Positionen zum Thema Wasserversorgung oder auch eine Steigerung der Effizienz bei der Ressourcennutzung -  um nur einige Aspekte anzuführen.

Eine rein gebührenbasierte Satzung, die sich daran orientiert, scheint vermutlich eine bessere Lösung zu sein, als dies zurzeit mit den wiederkehrenden Beiträgen der Fall ist. 

Zum Ende hin lässt sich festzustellen, dass die Veranstaltung der BI Limbachtal für alle Besucher noch einmal einen erkennbar anderen und wesentlich breiteren Blick auf die Problematik der Wasser- und Abwasserbescheide gebracht hat. Das war wichtig und ganz sicher auch notwendig!

Somit bleibt zu hoffen, dass man seitens der Verantwortlichen im Kirner Land wirklich den Mut findet, noch einmal gründlich und gewissenhaft die Angelegenheit neu anzupacken, um so vielleicht einen Weg zu finden, der seine Akzeptanz findet. Hierfür könnte ein Umstellung auf ein gebührenbasiertes System der erste und wichtigste Schritt sein. Wir werden es irgendwann alle auf unseren Bescheiden - schwarz auf weiß - sehen können.

Gegenüberstellung Grundstück Land und Stadt (Quelle: BI Limbachtal)
Gegenüberstellung Grundstück Land und Stadt (Quelle: BI Limbachtal)


Bruschied, 30.03.2024/p.a.

Der Sonne entgegen

... eine österliche Wanderung zum Teufelsfels

In den frühen Morgenstunden, wenn die Welt noch im Dämmerlicht schlummert und die Stille das Land umhüllt, erwacht in unserem kleinen Ort Bruschied eine besondere Tradition zum Leben. Ein Brauch, der nicht nur die Gläubigen, sondern auch die Natur und die Seele berührt: Die österliche Wanderung zum Kamm des Lützelsoons – besser bekannt unter dem Namen „Der Sonne entgegen“.

Es ist der Samstag vor Ostern, der Tag, an dem sich eine kleine Gemeinschaft am Ortsausgang versammelt, um miteinander dem Sonnenaufgang entgegenzugehen. Schon um 5:45 Uhr brechen sie auf, noch bevor die ersten zarten Strahlen die Dunkelheit durchbrechen. Die Landschaft liegt im Schleier des Mystischen. Sie ist Nebel eingehüllt und ihre Stille scheint geradezu greifbar, während es den steilen Pfad hinaufgeht zum Teufelsfels.

Für viele ist diese Wanderung mehr als nur eine körperliche Aktivität. Es ist eine Reise für die Seele, eine Zeit des Innehaltens und des Nachdenkens. Denn auf dem Weg gibt es Impulse für Geist und Seele, die den frühen Wanderern helfen, sich zu besinnen und den tieferen Sinn von Ostern zu erfassen. Gemeinsam schreiten sie voran, ihre Schritte im Einklang mit den Gedanken, die durch ihre Köpfe wirbeln.

Als sie schließlich die Hütte am Teufelsfels erreichen, ist die Sonne gerade im Begriff, über den nebelverhüllten Horizont aufzusteigen. Es ist genau dieser Moment der Stille und des Staunens als man sich zur Andacht zusammenfindet, um das Erwachen der Natur und die Hoffnung, die Ostern bringt, gemeinsam zu feiern. 

Doch die Wanderung hinauf zum Bergkamm des Lützelsoons ist nicht nur ein spirituelles Erlebnis, sondern auch eine Verbindung zur Geschichte und Tradition unseres Ortes. Seit nunmehr 30 Jahren gehen die Menschen diesen Weg, Jahr für Jahr, Generation für Generation. Es ist eine Tradition, die über die Jahre gewachsen ist und die diese Gemeinschaft der Teilnehmenden seither zusammenhält.

Während alle Teilnehmenden allmählich den Rückweg hinunter ins Dorf antreten, begleitet sie das Gefühl der Verbundenheit und Dankbarkeit. Denn sie sind nicht allein gelassen auf ihrem Weg, sondern Teil einer Gemeinschaft, die den Glauben und die Hoffnung miteinander teilt. So ist die österliche Wanderung hinauf zum Lützelsoon auch mehr als nur eine Tradition – sie ist auch ein Symbol für die tiefe Verbundenheit der Menschen untereinander und mit der Natur, die sie umgibt. In einer Zeit, die von Oberflächlichkeit, Hektik und Stress geprägt ist, erinnert uns dieser früh-morgendliche Osterspaziergang daran, die kleinen Wunder des Lebens zu schätzen und einfach mal innezuhalten, um den Moment zu genießen. Er lehrt uns, dass wahre Schönheit nicht im Hasten, sondern im Verweilen liegt, dass wahre Stärke nicht im Alleingang, sondern in der Gemeinschaft gefunden werden kann.

 

Ein besonderes Dankeschön an Dominik Ottenbreit für die schönen Bilder.


Bruschied, 30.03.2024/p.a.

"Super cool - nächstes Jahr wieder!"

An diesem Samstagmorgen, um 10:00 Uhr, versammelten sich 23 aufgeregte Kinder im Pfarrheim von Bruschied, um an einem ganz besonderen Osterabenteuer teilzunehmen - der allerersten Ostereier-Schnitzeljagd in unserem Dorf. Unter der gut vorbereiteten und durchdachten Organisation des örtlichen Heimatvereins wurde dieses Abenteuer zu einem tollen Erlebnis für Klein und Groß.

Die Kinder wurden gleich zu Beginn kreativ, indem sie im Pfarrheim Oster-Tüten mit bunten Motiven bastelten, die später als Sammelbeutel für ihre gefundenen Schätze dienen sollten. Ausgestattet mit einer besonderen Schatzkarte begaben sie sich dann auf die aufregende Suche nach versteckten Oster-Überraschungen. An verschiedenen Stationen waren sowohl Geschicklichkeit als auch Kombinationsgabe gefragt, während die kleinen Abenteurer gleichzeitig Rätsel lösten und knifflige Aufgaben gut meisterten. 

Jedes Mal, wenn eine Aufgabe erfolgreich bewältigt wurde, wanderte natürlich eine Belohnung in die Tüten der Kinder. Man konnte es sehen: Für die kleinen und auch größeren Abenteurer war es ein besonderer Anreiz, weiterhin mit vollem Einsatz dabei zu sein. Nach etwas mehr als einer Stunde kamen alle Entdeckerinnen und Entdecker wohlbehalten an der letzten Station an. Am alten Backes wartete bereits der "Hase Andy" darauf, ihre Schatzkarten und die errungenen Stempel „streng“ zu überprüfen. An den strahlenden Gesichtern konnte man es deutlich sehen: Alle Schatzkarten waren natürlich vollständig, und damit durfte man sich ein weiteres Geschenk aussuchen, das im alten Backes schon bereit lag.

Die Atmosphäre war von ansteckender Freude und Aufregung erfüllt, nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den begleitenden Eltern, die die Begeisterung ihrer Kleinen hautnah miterlebten konnten.

Die Organisatoren des Heimatvereins (Patrick Steina, Björn Ottenbreit, Luisa Stein und Sabrina Heck, Aileen Behrendt, Andreas Bakos) hatten ganze Arbeit geleistet, um dieses Abenteuer zu einem besonderen Ereignis werden zu lassen. Ein Kind brachte die freudige Stimmung perfekt auf den Punkt: "Es war Super Cool, das machen wir nächstes Jahr wieder!"

Mit solch einer positiven Resonanz steht einer Fortsetzung dieses fantastischen Osterabenteuers im nächsten Jahr wohl nichts im Wege - wie die Organisatoren zu erkennen gaben. 



Bruschied, 29.03.2024/p.a.

Klappern - ein klingendes Erbe

In unserem Dorf gibt es sie noch. Die Tradition des Klapperns. Auch an diesem Karfreitag, wenn die Kirchenglocken schweigen, erwachte diese alte Tradition zum Leben. Von diesem Tag bis zum Ostersonntag werden die Gläubigen von einem ganz eigenen Klang begleitet, der nicht vom Geläut der Glocken, sondern von den Klappern der Kinder und Jugendlichen im Ort kommt. Trotz aller Widrigkeiten und des regnerischen Wetters, machten sie sich auf den Weg durch Bruschied.

Die Ursprünge des Klapperns reichen weit zurück und sind eng mit der christlichen Tradition verbunden. Wenn am Karfreitag die Glocken verstummen, symbolisiert dies die Trauer um den Tod Jesu Christi. Die Gläubigen wurden früher aufgerufen, ihre Trauer und Andacht durch das Klappern, Ratschen oder anderen Lärminstrumenten auszudrücken.

Auch heute noch lebt diese Tradition in vielen Orten fort, und gerade Kinder sind oft mit großer Begeisterung dabei.

Sobald die Glocken verstummen, ziehen sie durch unseren Ort und erfüllen ihn mit dem charakteristischen Klang der Holzinstrumente. Morgens um 08.00 Uhr, mittags um 12.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr machen sie sich immer wieder auf den Weg, um uns daran zu erinnern, dass eine besondere Zeit im Kirchenjahr angebrochen ist.

Das Klappern ist jedoch nicht nur ein religiöses Ritual, sondern auch ein kleines soziales Ereignis. Die Kinder treffen sich. Sie haben Freude daran, gemeinsam durch das Dorf zu ziehen und ihre Botschaft hörbar zu den Menschen zu bringen. Der Klang ihrer hölzernen Klappern ist dabei weithin zu hören. 

Auch, wenn das vor-österliche Ritual in unserer modernen Welt manchmal als altmodisch erscheinen mag, so ist es doch ein lebendiges Stück Kultur und Geschichte, welches sich bis heute gehalten hat. Es ist mehr als nur ein klingendes Erbe, das die Stille durchbricht - es ist ein Ausdruck von Glauben, Gemeinschaft und Tradition.

Deshalb gilt es DANKE zu sagen – DANKE den Kindern, die unverdrossen und trotz aller Wetterwidrigkeiten sich auf ihren Weg machten und DANKE natürlich auch an die „Großen“, die durch ihr Zutun helfen, den alten Brauch aufrechtzuerhalten.

 



Bruschied, 27.03.2024/p.a.

Neuer Beigeordneter - neues Ratsmitglied

In der Sitzung des Gemeinderates in Bruschied gab es am heutigen Abend - neben anderen Themen - eine Änderung in der personellen Zusammensetzung des Rates. Grund dafür war der Umzug des ehemaligen Ratsmitgliedes und Beigeordneten Dirk Engbarth am 16.01.2024 nach Hennweiler. Damit konnte er nicht mehr Mitglied im Rat unserer Ortsgemeinde Bruschied bleiben. Der nun frei werdende Platz im Rat wird durch die Berufung von Bernd JAKOBI wieder besetzt. 

Als neuen Beigeordneten wählte der Gemeinderat einstimmig Patrick STEINA. Die Mandate gelten solange, bis am 09.06.2024 - im Rahmen der Kommunalwahl - auch der Gemeinderat und der Ortsbürgermeister hier in Bruschied  neu zu wählen sind.

Bei dieser Wahl tritt Patrick Steina mit seiner Wählergruppe an. (Siehe hierzu den Bericht vom 16.03.2024).


Bruschied, 25.03.2024/p.a.

Abwarten oder informieren?

Info-Veranstaltung der VG hallt weiter nach

Es ist noch Vieles offen. Ratlosigkeit und Unsicherheit prägt die momentane Situation in der Frage der "Vorläufigen Abwasserbescheide". Im Raum steht nun, wie es weitergehen soll. Soll man sich als Bürgerin und Bürger auf die Versprechungen verlassen und abwarten oder wäre es gerade jetzt an der Zeit, sich um weitere Informationen in Sachen "Abwasserbescheide" zu bemühen.

Wer hier in Bruschied die einzelnen Chat-Gruppen verfolgt (z.B. "Events in Bruschied"; "Tausend Jahre Bruschied"), der vermag leicht zu erkennen, dass es unterschiedliche Haltungen gibt.

Soll man erst einmal nichts tun "bis alle Dinge festliegen, die geändert werden sollen und die richtigen Berechnungen für die Flächen da sind"; letztlich müsste ja "auch die Satzung geändert werden" (Auszug aus dem Chat-Verlauf) usw., usw.

Oder wäre nicht gerade in dieser unsicheren Situation ein MEHR an Information hilfreicher? Viele sehen die Infoveranstaltung der Verbandsgemeinde lediglich als eine "Meinungspräsentation" und man könnte sich z.B. auch eine Info-Veranstaltung der Bürgerinitiative Limbach vorstellen, die diese – nebenbei bemerkt - für die Ortsgemeinden im VG-Bereich bereits angeboten hat. Quasi als eine Art „zweite Information“.

Was würde es denn bedeuten, wenn man sich um zusätzliche Meinungen/Quellen bemüht?

Verschiedene Meinungen bieten zunächst einmal unterschiedliche Blickwinkel auf ein bestimmtes Thema. Einzelne Quellen alleine könnten ggf. voreingenommen sein und würden damit u.U. kein ausgewogenes Bild liefern. Wer über ein MEHR an Information verfügt, der kann auch die 

Genauigkeit und Vollständigkeit der mitgeteilten Informationen leichter überprüfen. Gerade dies kann zu mehr Glaubwürdigkeit beitragen und es kann helfen, drohenden Missverständnissen oder Fehleinschätzungen vorzubeugen. Das Thema ließe sich damit genauer in seinem richtigen Kontext erfassen, und es würde gleichzeitig helfen (auch eigene Verständnis-), Fehler zu vermeiden. Der berühmte Blick über den eigenen Tellerrand hinaus – also was und wie machen es die Anderen, welche Lösungen haben diese? - lässt die eigene Entscheidung fundierter und nachweislich sicherer werden.

Die Reihe dieser Argumente ließe sich sicherlich fortsetzen.  Also: Warum sollte man in der jetzigen Situation abwarten?

Diese Frage müssen die Bruschieder Bürgerinnen und Bürger letztlich für sich selbst beantworten. Glücklicherweise besitzen wir heute vielfältige Möglichkeiten – anders als in früheren Zeiten (!) – uns umfassend zu informieren und auch zu organisieren.

Der Vollständigkeit halber und weil es oben bereits erwähnt wurde, hier noch der Ansprechpartner der Bürgerinitiative Limbachtal, Herr Carl Rheinländer: bi.limbachtal@gmx.de

Wen es interessiert, der kann sich auch bei anderen Berichterstattern oder Blogs (z.B.: https://hochstetten-dhaun.info/2024/03/25/satzungsschlacht-in-hochstetten-dhaun-buergermeister-und-werkleiter-bezogen-maechtig-pruegel/) informieren, wie der Fortgang der Infoveranstaltungen innerhalb unserer Verbandsgemeinde ist.  



Bruschied, 23.03.2024/p.a.

Volles Haus - großes Unverständnis

Wer es bis jetzt noch nicht begriffen hat, wie wichtig unseren Bürgern eine gerechtere und verständliche Gebühren- und Abgabenpolitik ist, der hätte bei der Informationsveranstaltung der VG in unserem Gemeindehaus seinen Aha-Effekt erleben können. Doch von vorne!

Das Gemeindehaus in Bruschied hatte heute Nachmittag großen Zuspruch. Ca. 70 Personen waren um 14.00 Uhr gekommen, um das Angebot der Verbandsgemeinde Kirner Land in Anspruch zu nehmen und um sich Klarheit zu verschaffen. Denn in den vergangenen Wochen und Tagen waren die "Vorläufigen Bescheide über Gebühren und Beiträge" den Bürgerinnen und Bürgern zugestellt worden. Diese Bescheide hatten für große Unruhe und teilweise auch großen Schrecken gesorgt. Einerseits wegen der deutlich gestiegenen Beträge und andererseits wegen der Berechnungsmodalitäten, die durchweg großes Kopfschütteln und weithin Unverständnis erzeugten.

Die Versammlung begann mit der üblichen Begrüßung und einer ausdrücklichen Entschuldigung des Bürgermeisters Thomas JUNG bei allen Grundstückseigentümern. Diese gut gemeinte Geste verlangt zweifellos Respekt und Anerkennung. Das war auch im Saal zu spüren.

Was dann aber folgte, das waren ca. 20 Minuten Informationen zum Entstehen, den Grundlagen und Berechnungsweisen der jeweiligen Gebührenbescheide. Übrigens: Bürgermeister JUNG hat bestätigt, dass bei der Beschlussfassung zur jetzt umgesetzten Satzung alle 33 Ratsmitglieder der Verbandsgemeinde Kirner Land mit „Ja“ gestimmt hatten.

Schon die bis dahin sich andeutenden Wortmeldungen machten bereits deutlich, dass eine angespannte Stimmung in der Luft lag.

Die Kostenstruktur, so war zu hören, sei undurchsichtig und nicht nachvollziehbar. Insbesondere die Anrechnung von unbebauten Grundstücksteilen stieß auf vehementen Widerstand. Warum solle man für etwas bezahlen, das faktisch so nicht genutzt werde? Diese Frage brannte den Anwesenden unter den Nägeln und hallte durch den Saal, begleitet von einer Welle der Empörung. Die Wortbeiträge waren geprägt von Emotionen, die von Empörung bis hin zur offenen Entrüstung reichten. Einzelne Bürger drohten ausdrücklich mit rechtlichen Schritten, sollte keine angemessene Lösung gefunden werden. Besonders die fragwürdige Anrechnung von unbebauten Grundstücksteilen und die Einbeziehung von Wohngeschossen stieß auf großen Widerstand. Und wieder die Frage: Warum sollen wir für etwas bezahlen, das wir tatsächlich so nicht nutzen? (O-Ton eines Mitbürgers: "In Bruschied gibt es kein 7-stöckiges Gebäude"). Wo liegt also hier die nachvollziehbare Rechtsgrundlage? 

Bürgermeister JUNG und auch Werksleiter STUMM versprachen, dass jeder "Vorläufige Bescheid" noch einmal genau geprüft werde – insbesondere dort, wo sich flächenmäßige Veränderungen ergäben. Der Rat der Verbandsgemeinde werde sich auch mit der Möglichkeit verschiedener Abänderungen in der Satzung zu befassen haben. Die Bescheide allerdings bleiben vorerst wie sie sind. Lediglich die Vorauszahlungsanforderung zum 01.April 2024 wird in den November 2024 verschoben. Diesbezüglich erhalten alle Grundstückseigentümer in den nächsten Tagen erneut Post. Vielleicht ist es hier wohl doch der herannahende Wahltermin, der zu diesem Schritt die Veranlassung gab, so war zu hören.

Viele der Bruschieder Bürgerinnen und Bürger verließen nach 2 Stunden das Gemeindehaus mit einem Gefühl von Skepsis bis Resignation, dass sich „wohl doch nichts Wesentliches ändern wird“, wie man vermutete.

Denn auch das wiederholte Versprechen, die vorgebrachten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und erneut zu überdenken, schienen nur noch ein schwacher Trost zu sein.

Doch eines hat die Veranstaltung ohne Zweifel gezeigt: Es muss sich etwas ändern. Wenn die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr gehört werden, dann werden sie an anderer Stelle (auch ihre politische !!!) Meinung kundtun. Und so bleibt zu hoffen, dass diese Versammlung auch als ein Weckruf gesehen wird – ein Weckruf, dass es an der Zeit ist, die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen ernsthaft zu berücksichtigen. Ein beschwichtigendes „Abwarten!“ oder gar ein „Weiter so!“ wie bisher, vielleicht mit einer kleinen Änderung hier oder auch mal da - das wird den Forderungen der Menschen vor Ort ganz sicher nicht gerecht. 



Bruschied, 16.03.2024/p.a.

Ein Team für Bruschied

Vordere Reihe, v.l.n.r.: Patrick Steina, Hartmut Schudy, Luisa Stein, Sabrina Heck, Aileen Schneider, Ingrid Ottenbreit

Hintere Reihe, v.l.n.r.: Dr.Matthias Hermes, Wolfgang Messer, Dr.Peter Altmayer, Benjamin Behrendt, Björn Ottenbreit, Pascal Ninnig, Andreas Bakos

Die bevorstehende Kommunalwahl am 09.06.2024 wirft auch in Bruschied ihre Schatten voraus. Und nein - in diesem Bericht soll es nicht nur um reine Zahlen und Listenplätze gehen. Es soll ein etwas anderer Blick auf das Team der Wählergruppe STEINA sein, die sich bereits am 29.02.2024 im Gemeindehaus Bruschied konstituiert hat. Schon bei der Begrüßung der Teilnehmer durch Patrick Steina und der Vorstellung der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten wurde deutlich, wofür man bei der Kommunalwahl antreten möchte. Man möchte nämlich frischen Wind in die Gemeinderats- und Ortsbürgermeisterwahlen hier im Ort bringen.

Mit Patrick Steina an ihrer Spitze ist das Team eine harmonisch-ausgeglichene Mischung aus Jung und Alt, und es steht für neuen Ideen und bewährte Erfahrung. Denn mit Blick auf die wohl überlegte Altersstruktur wird deutlich, dass man auf eine breite Palette von engagierten jungen Mitgliedern setzt, die mit Enthusiasmus und Innovationsgeist die Zukunft gestalten wollen, bis hin zu erfahrenen Kandidaten, die durch ihre langjährige Mitarbeit im Gemeinderat fundierte Kenntnisse und sicherlich auch bewährte Lösungsansätze einbringen.

Gerade die Verbindung von Jugend und Erfahrung kann von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Gestaltungsarbeit in unserer Gemeinde sein. Die jüngeren Mitglieder des Teams bringen frische Perspektiven, innovative Ansätze und eine offene Denkweise mit sich. Ihre Bereitschaft, Veränderungen anzustoßen und moderne Ideen in die Gemeindepolitik einzubringen, verspricht gerade dort für dynamische Impulse zu sorgen, wo es vonnöten ist.

Gleichzeitig bieten die erfahreneren Kandidaten eine solide Grundlage für das gesamte Team. Ihre Kenntnisse über lokale Angelegenheiten, Verwaltungsstrukturen und langjährige Beziehungen innerhalb der Gemeinde sind von unschätzbarem Wert. Ihre Erfahrung ermöglicht es, Herausforderungen mit Bedacht anzugehen und effektive Lösungen zu finden, die auf bewährten Prinzipien basieren. 

Ein weiterer Pluspunkt des Teams der Wählergruppe Steina liegt in der offenen Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Generationen. Der regelmäßige Austausch von Ideen und Perspektiven fördert nicht nur ein besseres Verständnis, sondern trägt auch dazu bei, kreative Lösungen für aktuelle Probleme zu entwickeln. Diese Vielschichtigkeit ermöglicht es, ein breites Spektrum an Themen abzudecken und ganzheitliche Lösungsansätze zu entwickeln, die die verschiedenen Bedürfnisse und Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen helfen.

Darüber hinaus zeichnet sich das Team der Wählergruppe Steina durch seine starke Verbundenheit mit der Gemeinde und sein Engagement für das Gemeinwohl aus. Die Kandidaten sind fest entschlossen, sich für die Belange der Bürger einzusetzen, zuzuhören und transparente Entscheidungen zu treffen, die das Wohl der gesamten Gemeinschaft im Blick haben.

In Bezug auf die anstehenden Wahlen verspricht das Team der Wählergruppe Steina somit nicht nur eine kontinuierliche, auf Erfahrung basierende Politik, sondern auch eine erfrischende Dynamik durch die Integration neuer Ideen und Perspektiven. Ihre gemeinsame Vision ist es, Bruschied zu einem Ort zu machen, der für alle Generationen lebenswert ist und in dem Innovation und Tradition Hand in Hand gehen.

In diesem Sinne setzen die Mitglieder der Wählergruppe Steina auf einen konstruktiven Dialog mit den Bürgern, um deren Anliegen und Bedürfnisse bestmöglich zu vertreten. Durch eine starke Gemeinschaft und die Einbindung möglichst aller Altersgruppen strebt das Team an, eine lebendige und zukunftsorientierte Gemeindepolitik zu gestalten, die die Interessen aller Bürger im Blick hat.

Diese dynamische Kombination aus Jugend und Erfahrung verspricht, die Gemeinde auf eine positive und nachhaltige Weise voranzubringen.

Es liegt nun an den Wählerinnen und Wählern, mit ihrer Stimmenvergabe am 09.Juni 2024 der engagierten Gruppe eine Chance zu geben, sie zu unterstützen, um gemeinsam den Weg in eine erfolgreiche Zukunft für Bruschied zu gehen.



Bruschied, 06.03.2024/p.a.

Der Schrecken aus dem Briefkasten

... und es sind vorläufig nur 70% !!!

Auch in unserer beschaulichen Gemeinde Bruschied herrscht derzeit Unruhe und Unmut unter den Bürgerinnen und Bürgern. Der Grund dafür sind die Vorabmitteilungen über die teilweise exorbitanten Abwasserpreise, die den Bewohnern dieser Tage ins Haus flattern und die sie zu stemmen haben.

Hintergrund ist ein Beschluss des Verbandsgemeinderates Kirner Land, der eine Neuerfassung und damit auch Neubewertung von Flächen und (auch fiktiven) Bebauungskonstellationen als Folge hatte. Die nun ergangenen neuen Bescheide führen zum Teil zu einem weit verbreiteten Unverständnis darüber, weshalb die Preise so drastisch gestiegen sind.

Einige Mitbürger von Bruschied sind schockiert über die jüngsten Erhöhungen ihrer Abwassergebühren, die noch dazu ihre Haushaltskassen erheblich belasten. Denn teilweise sind Nachzahlungen von 2000,-€ und mehr gefordert. Manche sehen sich mit enormen finanziellen Herausforderungen konfrontiert, da die Abwasserrechnung einen immer größeren Teil ihres Budgets verschlingt. Dies führt unter Umständen nicht nur zu finanziellen Engpässen, sondern auch zu einer allgemeinen Verunsicherung und Sorge, wie es wohl weitergehen soll.

Andere Bürgerinnen und Bürger fragen sich, warum die Preise überhaupt so drastisch steigen mussten und ob diese Erhöhungen wirklich gerechtfertigt sind. Es herrscht Unverständnis darüber, warum z.B. eine unbebaute Wiese mit Abwassergebühren belegt wird, obwohl dort kein Abwasser im eigentlichen Sinne anfällt. Da hilft es auch nichts, wenn seitens der Verwaltung erklärt wird, dass die notwendige Infrastruktur auch für diese Flächen vorgehalten wird und man dies somit auch neu berechnen müsse. Man fragt sich unwillkürlich, wer wohl diese Satzung erstellt und - vor allem - wer sie so beschlossen hat.

Ein weiteres Problem, das die Bewohner belastet, ist das Unverständnis darüber, wie die Abwassergebühren berechnet werden. Viele fühlen sich von den komplexen Strukturen überfordert und haben große Schwierigkeiten nachzuvollziehen, wie ihre individuellen Gebühren zustande kommen. Hier ist insbesondere die Einführung des „wiederkehrenden Beitrag für Schmutzwasser“ zu nennen. Der Hinweis, dass die Verbandsgemeinde Kirner Land auf eine juristisch solide Mustersatzung des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz zurückgreift, hilft an dieser Stelle auch nicht weiter. Dies führt eher zu Frustration und Unmut, da man das Gefühl bekommen könnte, dass es lediglich um eine möglichst rechtssichere Durchsetzung der ergangenen Bescheide geht und damit das eigene Satzungsrecht eher in den Hintergrund tritt.

Angesichts des momentanen Verständnisproblems  scheint es dringend erforderlich zu sein, dass mehr Transparenz an den Tag gelegt wird und die Bürgerinnen und Bürger – auch vorab - besser und verständlicher über die Gründe informiert werden, die zur Erhöhung der Abwasserpreise geführt haben.

Insgesamt ist die Situation hier in Bruschied eine ernsthafte Herausforderung und man fragt sich schon mit welchen Maßnahmen die Verwaltungsbehörde die teilweise extrem gestiegenen Gebühren für Wasser und Abwasser – auch in Zukunft (!!!) - begrenzen will.

Wie heißt es im Bescheid so treffend: "Da ihr Grundstück grundsätzlich beitragspflichtig ist, wird vorläufig nur 70% des voraussichtlichen Beitragssatzes zur Veranlagung gebracht".